Das Fleisch ist die wichtigste Zutat beim Schinken selber machen

Das Fleisch ist die wichtigste Zutat beim Schinken selber machen.

Rohes Fleisch zum Schinken selber machen.

Aus diesem Grund muss bei der Herstellung von Schinken der Auswahl und Behandlung des Fleisches die meiste Beachtung geschenkt werden.
Es beginnt damit, welches Stück vom Tier zum Schinken selber machen verwendet wird. Und natürlich ist auch der Zuschnitt  von großer Wichtigkeit! Ein falscher oder schlampiger Zuschnitt kann zur Folge haben, dass das Fleisch verdirbt.

Der richtige und saubere Fleischzuschnitt und das Parieren, haben später auch einen großen Einfluss darauf, wie sich der Schinken im Mund anfühlen wird. Ob es ein Genuss ist ihn zu verspeisen oder ob dieser durch Fasern etc. gestört wird.

Der Fleischzuschnitt beim Schinken selber machen.

Ebenso ist es enorm wichtig, wie der Schinken später angeschnitten wird. Der beste Schinken kann durch ein falsches Anschneiden ruiniert werden. Denn Fleisch muss immer quer zur Faser geschnitten werden, ansonsten wird es zäh und nahezu ungenießbar.

Der fertige Schinken mussunbdingt quer zur Faser angeschnitten werden.
Der Schaschlikspieß zeigt den Faserverlauf vom Fleisch. Der fertige Schinken muss später wie im Bild zu sehen angeschnitten werden.

Genauso wichtig ist das Alter und Gewicht des Tieres, dessen Fleisch beim Schinken selber machen verarbeitet werden soll. Wenn möglich sollte man zum Schinken selber machen Fleisch von älteren Tieren verwenden. Das ist weniger wässrig und der Schinken wird so besser haltbar und hat mehr Geschmack. Ebenso ist die Lagerzeit nach der Schlachtung und die korrekte Aufbewahrung vom Fleisch wichtig. So sollte beispielsweise Fleisch, das zum Schinken selber machen verwendet werden soll, nach dem Schlachten möglichst druckfrei, am besten hängend bis zur Weiterverarbeitung gelagert werden.

Liegen zu viele Fleischstücke übereinander, wird aus dem unteren der Saft regelrecht herausgepresst. Wenn das Fleisch längere Zeit ohne Salz im Saft liegt, vermehren sich dort unerwünschte Mikroorganismen. Das kann dazu führen, dass das Fleisch verdirbt.

Schinkendelikatesse mit Meser und Brot.

Diese Faktoren spielen eine ungeheuer große Rolle und müssen bei der Herstellung von Schinken deshalb unbedingt beachtet werden. Wer dies tut, dem ist der Erfolg beim Schinken selber machen, schon so gut wie garantiert.

Man sollte sich auch überlegen, ob man beim Schinken selber machen ein konventionell gemästetes Schwein oder lieber Fleisch von biologisch und artgerecht gehaltenen Tieren verarbeiten will. Dies hat auch einen großen Einfluss auf die Qualität des Endproduktes.

In der konventionellen Tierhaltung ist in vielen Betrieben, bedingt durch den ständigen Preisdruck, vieles darauf ausgerichtet, dass die Tiere möglichst schnell Masse ansetzen. Dazu wird mitunter Kraftfutter gefüttert. Auch werden mehr Medikamente und Antibiotika verabreicht, als in der biologischen Zucht und die Tiere haben weniger Platz zur Verfügung.

Die Qualität des Fleisches leidet unter diesen Produktionsbedingungen. Es ist nicht so schön fest und gehaltvoll, wie das Fleisch von Tieren, die sich mehr bewegen konnten. Außerdem ist ein so erzeugtes Fleisch eher wässrig und nicht so geschmackvoll.

Rinderschinken ist eine besondere Köstlichkeit.

Das Fleisch zum Schinken selber machen und der Einfluss vom Futter der Tiere.

Wer Schinken selber machen will, sollte lieber ein klein wenig mehr Geld ausgeben und gutes Fleisch verwenden. Es kommt einem schließlich selber zu Gute. Denn ein Schinken aus einem guten Stück Fleisch wird viel besser schmecken als einer aus Fleisch von weniger guter Qualität.

Ein weiterer wichtiger Aspekt auf die Fleischqualität und der besonderen Eignung zum Schinken selber machen, hat ganz klar das Futter der Tiere. Das Fleisch nimmt zumindest teilweise den Geschmack dessen an, was das Tier zu fressen bekommt. Das Fleisch wird quasi, während das Tier lebt, von innen mariniert.

Die Fütterung hat deshalb einen Einfluss auf den Geschmack des fertigen Schinkens.

Schinken selber machen, für einen guten Geschmack.
Schinken selber machen bringt dir besten Geschmack! 🙂

Ein sehr gutes und weit bekanntes Beispiel dafür, welchen Einfluss die Bewegung und das Futter auf den Geschmack und das Schnittbild des Schinkens haben, ist der berühmte „Jamon Iberico“. Die Schweine bewegen sich den ganzen Tag frei und bekommen frisches Gras, Kräuter und vor allem Eicheln zu fressen. Das Fleisch erhält dadurch einen einzigartigen und von Kennern auf der ganzen Welt geschätzten Geschmack.

Ein Schinken aus einem Schwein das ordentliches und wohlschmeckendes Futter bekommen hat, wird weitaus besser schmecken, als der von einem Tier, das nur Kraftfutter gefressen hat.

Zum Schinken selber machen sollte man am besten biologisches Fleisch verwenden.

Dadurch dass die Tiere artgerechter gehalten werden, steht ihnen auch mehr Platz zur Verfügung. Die Tiere schlafen nicht auf unnatürlichen Böden, sondern teilweise auf Stroh. Auch ist die Luft meist viel besser als in einem Großmastbetrieb.

Saftiger Kochschinken, den man gerne dicker aufschneiden darf.

Das hat auf das Endprodukt und die Eignung zur Herstellung von Schinken Auswirkungen. Denn wenn ein Tier permanent in einem Dunst aus Ammoniak und Gülle-Gestank lebt, wird sich dieser Geruch, zumindest teilweise, im Fleisch festsetzen und den Geruch und Geschmack vom Fleisch negativ beeinflussen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch der, dass es den Tieren in einem Bio-Betrieb so lange sie leben einfach besser geht, als ihren Artgenossen in einem Großmastbetrieb. Wir haben den Tieren gegenüber eine Verantwortung. Wer zum Schinken selber machen Bio-Fleisch verwendet der trägt auch aktiv einen Teil zum Tierwohl bei.

Fazit: Es lohnt sich nicht, wenn man bei der Herstellung von Schinken beim Fleisch spart.

Zum Schinken selber machen, ist Fleisch von artgerecht und biologisch gehaltenen Tieren, die eindeutig bessere Wahl. Es lohnt sich deshalb, sich in seiner Umgebung umzusehen, ob sich ein Landwirt findet, der Schweine oder Rinder ordentlich mästet und aufzieht. Je besser das Fleisch ist, das man zum Schinken selber machen verwendet, desto besser wird später auch das Ergebnis und der Genuss sein!

Gutes Bio-Fleisch zum Schinken machen.

Es soll nicht der Eindruck vermittelt werden, dass Fleisch von konventionell gemästeten Tieren zur Herstellung von Schinken ungeeignet wäre. Biologisch erzeugtes Fleisch hat jedoch eine eindeutig höhere Qualität. Wer Schinken selber machen will, für den sollte der Qualitätsaspekt an oberster Stelle stehen. Teste einfach mal den Unterschied, Du wirst ihn deutlich merken!

Hier noch die Alternative zu gezüchteten Tieren, dem Wildfleisch