Springe zum Inhalt

Kochschinken selber machen leicht gemacht

Kochschinken selber machen leicht gemacht

Kochschinken selber machen ist einfacher, als man glaubt, macht Spaß und bringt einem echten Hochgenuss auf den Vespertisch. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie man diesen mit der absoluten Grundausrüstung machen kann.

Die Grundausrüstung zum Kochschinken selber machen

Kochschinken selber machen leicht gemacht
Kochschinken selber machen ist leicht

 

Wenn man Kochschinken selber machen will, braucht man gar nicht soviel Materialien wie die meisten glauben, das meiste befindet sich in jeder Küche und was fehlt, kann man bereits für schmales Geld kaufen.
Wenn man bedenkt, wie viel ein guter Kochschinken in der Metzgerei kostet, sowieso wenn man Bio-Qualität will, dann hat man die Ausgaben sehr schnell wieder eingespart.

Die absolute Minimal-Ausrüstung zum Kochschinken selber machen ist folgende:

  • Ein scharfes Messer für den Fleischzuschnitt.
  • Eine möglichst präzise Waage.
  • Ein Fleischthermometer.
  • Ein „wasserfestes“ Thermometer.
  • Einen Metallbehälter in den der Kochschinken passt oder alternativ ein möglichst großes Glas, das aber nicht bauchig sein darf (Maßkrug oder Weckglas mit Stürzform).

Und das war es auch schon, mit diesen wenigen Dingen, kann man bereits Kochschinken selber machen. Besser ist es allerdings, wenn man auch noch eine Lakespritze und eine spezielle Kochschinkenform hat. Aber am Anfang, wenn man es erst noch probieren will, kann man darauf auch verzichten.

Das Salz zum Kochschinken selber machen

Für immer mehrt Menschen, ist das Salz eine wichtiges Argument dafür, dass sie ihren Kochschinken selber machen wollen. Nitritpökelsalz wird immer unbeliebter, was einem auch nicht weiter wundert, wenn man sich einmal näher damit beschäftigt. Besonders wenn der Schinken später gebraten oder auf einer Pizza landen soll, können sich bei Verwendung von Nitritpökelsalz, Nitrosamine bilden und diese stehen im Verdacht krebserregend zu sein.

Wer seinen Kochschinken selber macht, kann auf Nitritpökelsalz verzichten und statt dessen, ein Natursalz verwenden. Dieses ist nicht nur gesünder, sondern schmeckt auch noch viel besser. Denn Salz ist nicht gleich Salz. Allerdings wird der Kochschinken dann nicht so schön rot, sondern eher etwas grau so wie Kesselfleisch. Da muss man abwägen, was einem persönlich wichtiger ist.

Wenn man keine Lakespritze hat, kann man das Fleisch einfach in einer Gewürz / Salzlake nass pökeln. Ich empfehle allerdings, sich eine Lakespritze anzuschaffen, denn mit der Spritzpökelung wird der Kochschinken später viel saftiger und das Schinken Pökeln nimmt nur 2-3 Tage in Anspruch. Eine einigermaßen ordentliche Marinadespritze bekommt man bereits für 15 €. Bei der Verwendung einer solchen, muss man allerdings darauf achten, dass keine Luft ins Fleisch gespritzt wird. Wenn man sehr viel Kochschinken selber machen will,  lohnt sich die Anschaffung einer professionellen Lakespritze. Damit kann man sehr rationell arbeiten, allerdings kostet diese etwa 120 €.

Wenn man den Schinken gepökelt hat, kann man ihn vor dem Kochen kurz heiß räuchern. Dies verleiht dem Kochschinken einen ganz besonders guten Geschmack und ein äußerst appetitliches Aussehen.

Der letzte Arbeitsschritt beim Kochschinken selber machen

Wenn der Kochschinken gepökelt und nach belieben heiß geräuchert ist, dann wird er gekocht. Dazu kommt er im Idealfall in eine Kochschinkenform. Bei der Verwendung einer solchen Form, ist darauf zu achten, dass man den Deckel nicht zu stark nach unten presst, denn sonst verliert der Kochschinken unnötig viel Saft und wird trockener. Das wäre schade, denn das Kochschinken selber machen, soll einem ja schließlich den größt möglichen Genuss bringen!

Kochschinken selber machen im Masskrug
Kochschinken selber machen geht auch mit einem Masskrug

 

Wenn man eine solche Form nicht hat, kommt das Fleisch entweder in den Metallbehälter oder ein entsprechend großes Glas. Kunststoffgefäße eigenen sich nicht dafür, weil sie eine schlechte Wärmeleitfähigkeit haben und der Kochvorgang „ewig“ dauern würde.

Wenn das Fleisch in der Form ist, wird diese mit der Lake vom Pökeln aufgefüllt, bis die Lake etwa 1 cm über dem Fleisch steht. Dann wird das Fleischthermometer in den Schinken gesteckt und die Form kommt ins Kochwasser. Das Kochwasser darf nicht in die Form laufen, sonst würde der Geschmack vom Kochschinken ausgelaugt werden.

Das zweite Thermometer, wird beim Kochschinken selber machen dazu gebraucht, um die Temperatur vom Kochwasser laufend zu kontrolliere. Diese darf auf keinen Fall zu hoch oder zu niedrig sein, denn das würde den Kochvorgang unnötig in die Länge ziehen oder bei zu hohen Temperaturen dazu führen, dass der Kochschinken im Randbereich zäh wird.

Der Kochschinken wird dann solange gekocht, bis die richtige Kerntemperatur erreicht ist.
Während dem Kochvorgang immer darauf achten, dass genügend Lake in der Form ist.

kochschinken
Kochschinken in der Form machen

 

Wenn die Kerntemperatur erreicht ist, wird die Form aus dem Wasser genommen und möglichst rasch abgekühlt. Wenn man zum Kochschinken selber machen ein Metallgefäß oder eine Kochschinkenform verwendet, erreicht man das ganz einfach dadurch, dass man sie in kaltes Wasser und anschließend in den Kühlschrank stellt.

Beim Glasgefäß geht das nicht ganz so einfach, denn durch den Temperaturschock, würde das Glas in den meisten Fällen sofort zerspringen. Im Winter stellt man das Glas ins Freie und erreicht auch so eine rasche Abkühlung. Jedoch will man ja nicht nur im Winter Kochschinken selber machen, deshalb habe ich mir folgenden Trick ausgedacht:

beim kochschinken selber machen das glas abkühlen

Wenn die Temperaturen draußen zu hoch sind, dann stellt man das Glas sofort nach dem kochen in eine Schüssel in ein Spülbecken. In diese Schüssel wird nun auch das heiße Kochwasser geschüttet. Danach lässt man ein feinen Strahl kaltes Wasser ins heiße Wasser laufen und rührt das Wasser mit einem Löffel ständig um. Das überfließende Wasser lässt man einfach ablaufen.

 

Das Wasser lässt man nun solange laufen, bis das Wasser in der Schüssel die gleiche Temperatur hat, wie das Wasser das aus dem Hahn kommt. Da die Abkühlung durch diese Vorgehensweise nicht schlagartig passiert, bleibt das Glas heil.

Nach dem Kochvorgang, lässt man den Kochschinken noch für einen Tag im Kühlschrank ruhen, damit sich der Salzgehalt vom Rand besser verteilen kann. Dann kann er angeschnitten werden. Wie Sie sehen, ist Kochschinken selber machen, im Prinzip sehr einfach und ohne großen Aufwand möglich. Da Kochschinken nicht all zu lange haltbar ist, empfiehlt es sich, ihn entweder zeitnah zu verzehren oder portionsweise einzufrieren.

Eine ausführliche und bebilderte Schritt für Schritt Anleitung und Rezepte zum Kochschinken selber machen, bekommen Sie in meinem neuen Ratgeber den Sie unter folgendem Link bekommen:

>> Komplettkurs Schinken selber machen <<<

 

Wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat, dann empfehlen Sie mich bitte auf den sozialen Netzwerken weiter.

Danke 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

<span style= * Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.