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Wie einfach es sein kann

Hallo Schlemmerreisender
und bald schon Schinkenmacher.

Du willst noch mehr aus der Welt des Schinkenmachens erfahren….
Heute eine kleine Geschichte die zeigt, wie schnell man an leckere Schinkenspezialitäten kommen kann und dass einiges viel einfacher ist, als im Voraus vermutet wird. 😉

Vor einiger Zeit war ich für längere Zeit bei Verwandten zu Besuch. Es ging nicht lange, da kam (nicht nur bei mir) die Lust auf guten Schinken. Aber woher nehmen und nicht stehlen?! Welchen kaufen….? Nein danke! Schließlich bin ich selbstgemachten gewöhnt und auch die anderen hatten großes Interesse daran, aber noch keine Ahnung wie so etwas gemacht wird.

Also dachte ich mir ran an den Speck! Dann wissen sie wie es funktioniert, wie einfach es ist und wir haben schon bald Delikatessen zum vernaschen. 😀

Das Gute am Schinkenmachen ist, dass man dafür nur sehr wenige Werkzeuge braucht und auch das Problem des fehlenden Räucherschrankes haben wir ganz einfach gelöst, mehr dazu später.

Ein scharfes Messer und eine Waage findet sich in jedem Haushalt und viel mehr braucht es auch gar nicht 🙂

Messer und Waage

Also sind wir in die Metzgerei gedüst und haben uns dort ein paar schöne Stücke von der Lende geholt. Das Tolle an der Lende ist, dass sie schön zart ist und auch gar nicht großartig weiter hergerichtet werden muss.  😀 Außerdem sind es vergleichsweise dünne Fleischstücke und die sind deshalb sehr schnell gepökelt.

Dann ging es los, die schönen Fleischstücke haben wir mit der Salz-Gewürzmischung eingerieben und dann durchsalzen lassen.

Gepökelter Lendenschinken

Nach wenigen Tagen fehlte dann nur noch die zarte Rauchnote. Hier haben wir uns das Leben ganz leicht gemacht.

Wir haben im Garten einfach eine feuerfeste Schale mit Räuchermehl befüllt (Onlineversand sei Dank!) Dann links und rechts neben der Schale zwei Astgabeln in den Boden gesteckt und einen Kochlöffel an dem die Lendenstücke hingen darüber gehängt. Dann einen großen Karton darüber gestellt und auf die Laschen vom Karton ein paar Steine gelegt, damit der Wind nichts davon tragen kann. In den Karton hatten wir zuvor ein kleines Loch in die Seite und den Deckel gemacht damit das Räuchermehl etwas Sauerstoff bekommt und der Rauch langsam zirkulieren kann.

Falls du das nachmachen möchtest, achte darauf, dass der Karton ausreichend Abstand zur Glut hat, nicht dass das Ganze in Flammen steht! 😈

Wenige Stunden später konnten wir die zart geräucherte Delikatesse anschneiden und den noch sehr frischen und zarten Schinken genießen. Er machte direkt so und auch dünn aufgeschnitten auf dem Grill eine sehr gute Figur. 😀

 

So junger Schinken ist übrigens eine ganz besondere Delikatesse, da er noch sehr saftig ist und noch ganz spezielle Geschmackseigenschaften des Fleisches in sich trägt. Er ist im Kern noch zart rosa und noch nicht vollkommen gereift. So etwas kann man so gut wie nirgends kaufen, aber ganz einfach selber machen.  😀

Auf diesem Bild sieht man das besonders gut:

Ganz junger Schinken

Das war nur eine meiner Erfahrungen, wie einfach doch alles sein kann. Ein wirklich gut brauchbares Räucherschränkchen ist übrigens bereits ab 100 € zu bekommen. Ich bin mir sicher, wenn du erst einmal selbst gemachten Schinken verkostet hast, möchtest du keinen anderen mehr. Jeder Euro, den du in dein neues Genuss-Hobby investierst, wird sich mehr als lohnen und du wirst ewig Freude und Genuss daran haben.

Weitere Info`s bekommst du hier auf der Seite.
Ich wünsche viel Spaß und gutes Gelingen.

Dein Schinken-und Wurstmacher
Holger Frech